Landesseniorenbeauftragter zu Besuch bei den Seniorenbeiräten Premnitz und Milower Land

Veröffentlicht am 21.10.2022 in Allgemein

Links hinten: Norman Asmus, vorne rechts: Katja Poschmann, dazwischen die Seniorenbeiräte.

Auf Einladung von Landtagsabgeordneter Katja Poschmann und den Seniorenbeiräten von Premnitz und Milower Land war der Landesseniorenbeauftragte Norman Asmus diese Woche zu Gast. Asmus, der seit mehr als zwei Jahren diese von der Landeskoalition neu geschaffene Stelle innehat, stellte seine Arbeit und Aufgaben im Rathaus Premnitz vor, brachte Anregungen für die Seniorenbeiräte, Kommunen und Landtagsabgeordnete mit und hatte natürlich auch ein offenes Ohr für die Sorgen und Ideen vor Ort. Norman Asmus: „Im Jahr 2030 werden ein Drittel der Einwohnenden von Milower Land älter als 65 Jahre sein, in Premnitz werden es sogar noch mehr sein (37 Prozent). Es gilt, für diese wachsende Bevölkerungsgruppe der Seniorinnen und Senioren mit ihren unterschiedlichen Bedarfen vielfältige Angebote in den Kommunen zu schaffen. Wichtig ist, ihr Potenzial vor Ort zu heben, so dass sie sich weiterhin aktiv in die Gemeinschaft einbringen können. Das trägt dazu bei, ein selbstbestimmtes und eigenständiges Älter werden im Land Brandenburg zu ermöglichen.“

 

Dass dies gelinge, dafür arbeitet der Landesseniorenbeauftragte täglich mit den Ministerien und Behörden, Seniorenbeiräten und -verbänden sowie Kommunen im ganzen Land zusammen. Auf die Zusammenarbeit und Kooperation ist Asmus in seiner Position angewiesen. Denn zwar sei seine Funktion nicht weisungsgebunden, was die Arbeit an vielen Stellen erleichtere, so Asmus. Jedoch bedeute dies auch, dass er für vieles keine Zuständigkeit habe und für die Realisierung und Umsetzung von Vorhaben deshalb die Unterstützung der Landesverwaltung, des Landtages und der Kommunen benötige. Er weiß dabei die Seniorenbeiräte an seiner Seite. Bei seiner Arbeit folge er dem Credo Regine Hildebrandts, für Menschen da zu sein und für Ihre Probleme Lösungen anbieten zu wollen.

 

Asmus berichtet weiter, dass zu den bestimmenden Themen seiner Arbeit die Gesundheits- und Pflegeprävention im Land, altersgerechtes Wohnen, Mobilität, lebenslanges Lernen im Zusammenhang mit der Digitalisierung und das freiwillige Engagement zählen. Zur Digitalisierung horchten die Seniorenbeiräte von Premnitz und Milower Land auf. Asmus berichtete von der Akademie 2. Lebenshälfte im Land Brandenburg, die kostenlose mobile Kurse anbiete, um Seniorenbeiräte digital fit zu machen. Weiterhin böte die Verbraucherzentrale Brandenburg eine kostenfreie Multiplikator:innen-Ausbildung „Smart Surfen“ an, um die Verbraucherkompetenz älterer Menschen bei der Nutzung von Online-Angeboten zu stärken. Zwar hat der Seniorenbeirat Premnitz z.B. bereits eine Art digitalen Stammtisch im Jugendclub Premnitz, jedoch sei das Angebot gerade für die Menschen, die sich bislang noch gar nicht mit digitalen Geräten und Möglichkeiten auseinandergesetzt haben, schon zu fortgeschritten. Es brauche ein niedrigschwelligeres Angebot, um sie zu motivieren. Dies bestätigten auch die Ehrenamtlichen des Seniorenbeirats Milower Land. Bei Ihnen liege die Herausforderung außerdem in den Entfernungen zwischen den verschiedenen Ortseilen der Gemeinde. Sie wünschen sich einen Seniorenbus, ähnlich des Models der Premnitzer. Der Seniorenbus finanziert sich u.a. aus dem Pakt für Pflege der Landesregierung. Premnitz hat aufgrund seiner Größe mehr Fördermittel zur Verfügung, was den Betrieb des Busses ermöglicht.

 

Asmus hob auch die soziale Anlaufstelle für Ältere in Premnitz hervor. Die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Premnitz und Landtagsabgeordnete Katja Poschmann lobte: „Heidi Schneider ist zu einer wichtigen Ansprechperson für viele ältere Menschen in Premnitz geworden. Sie hilft beim Ausfüllen von Anträgen, berät bei Fragen zur Pflege, Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung. Neben all Ihren verschiedenen Tätigkeiten hat sie auch noch ein offenes Ohr für die Menschen. Gerade in diesen Zeiten zeigt sich, wie wichtig diese Anlaufstelle ist. Die Zahl der Wohngeldanträge wird sich auch aufgrund der geplanten Reform verdreifachen.“

 

Die Seniorenbeiräte berichteten weiterhin über ihr Engagement: „Wir arbeiten generationenübergreifend“ so Frank Hoffmann vom Seniorenbeirat Premnitz. Das sei Kern ihrer Selbstauffassung. Bestes Beispiel dafür sei die Arbeitsgemeinschaft „Aus Omas Zeiten“. Die AG an der Inge-Sielmann-Grundschule wird von Seniorinnen des Seniorenbeirats Milower Land betreut. Sie kochen und backen mit den Kindern, bringen ihnen wertvolles Wissen rund um Ernährung und Obst- und Gemüseanbau bei. Zu dem vielen Engagement treibt die Ehrenamtlichen neben dem Spaß an der Sache auch die Sorge um die Zukunft der Kinder und Enkelkinder in der Heimat an.

 

Der ländliche Raum müsse attraktiv bleiben, sowohl für Seniorinnen und Senioren als auch Familien, so Katja Poschmann. Dazu gehöre der Ausbau des ÖPNVs, der KiTas und Schulen und deren Sanierung. Zur Ansiedlung von mehr Ärztinnen und Ärzten, müssten neue Wege gegangen werden. So wie Premnitz es mit dem Gesundheitszentrum bereits tue. Poschmann meint auch: „Miteinander im Gespräch zu bleiben, sich über Probleme und Lösungen, die vielleicht anderswo bereits gefunden wurden, austauschen, ist ein Schlüssel, um unsere heutigen und zukünftigen Herausforderungen zu meistern. Deshalb freue ich mich so und bedanke mich bei Herrn Asmus, dass er sich heute die Zeit für uns genommen hat.“

 

Zum Abschluss gab der Landesseniorenbeauftragte den Seniorenbeiräten mit auf den Weg: „Mischen Sie mit, bringen Sie sich ein – vor Ort und auf Landesebene.“ Das ergänzte Katja Poschmann: „Ohne Sie Ehrenamtliche geht es nicht. Vielen Dank für Ihr Engagement. Lassen Sie uns im Gespräch bleiben.“

 
 

Homepage Katja Poschmann

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