Die Grundschule ist jetzt barrierefrei

Veröffentlicht am 16.11.2018 in Bildung

Die Inge-Sielmann-Grundschule in Milow ist jetzt barrierefrei. Mitglieder des Sozialausschusses der Gemeinde Milower Land testen den neuen Fahrstuhl und entdecken dabei ein digitales Extra.

Milow

Von so moderner Technik zeigten sich selbst die Mitglieder des Sozialausschuss begeistert. Die Ausschussvorsitzende Anke Engeleiter hatte sie am Mittwochabend in die Inge-Sielmann-Grundschule in Milow eingeladen, um dort den Stand der Umbaumaßnahmen zu begutachten.

Bei der Gelegenheit testeten die Abgeordneten auch gleich den neuen Fahrstuhl, der die Bildungseinrichtung nun zu einem barrierefreien Haus macht. „Wow, hier gibt es sogar eine Wetterkarte“, staunte Björn Eichhorn mit Blick auf das kleine Display im Fahrstuhl.

„Das ist in erster Linie nicht zur Unterhaltung gedacht, sondern soll im Notfall die Verbindung zur Zentrale herstellen“, erklärte Bauamtsleiter Mario Bessert. Er führte gemeinsam mit Schulleiterin Kerstin Wernsdorf nicht nur die Abgeordneten durch das Gebäude. Auch Elternvertreter waren gekommen, um die neu gestalteten Unterrichtsräume und den Sanitärbereich zu begutachten.

Schulgebäude wird mit rund 500.000 Euro aufgewertet

Einen Blick in die künftigen Förderräume konnten ebenfalls alle werfen, allerdings gab es dort bis auf unverputzte Wände und Betonfußboden nicht viel zu sehen. Die Bauarbeiten sind noch im Gange.

Mario Bessert rechnet aber damit, dass die Förderräume in diesem Jahr fertig werden. Etwas länger werden die Arbeiten am Dach des Hauses dauern, so der Bauamtsleiter.

Seit Ende März wird bereits in der Grundschule gebaut. Besonders aufwendig war der Bau für den Fahrstuhlschacht, der komplett neu in das Gebäude eingefügt werden musste.

Platz für bis zu acht Personen

Über den Schulhof können nun auch Rollstuhlfahrer problemlos in jede Etage des Hauses gelangen. Bis zu acht Personen haben in dem Aufzug Platz, das testeten die Abgeordneten am Mittwoch gleich aus.

Um einen reibungslosen Ablauf der Arbeiten zu gewährleisten, müssen Schüler und Lehrer derzeit auf einige Räume verzichten. Rund 500 000 Euro werden in die Einrichtung investiert. Möglich machen das Fördermittel der EU, die Dank des Leader-Programms in die Region gespült werden.

Die Eltern zeigten sich am Mittwoch mit den bisherigen Ergebnissen sehr zufrieden. Weniger gut läuft dagegen das Angebot „Hausaufgaben und mehr“, das die Kommune seit diesem Schuljahr mit Unterstützung des Landkreises anbietet. Nur sieben von 35 Plätzen sind derzeit belegt, machte Anke Engeleiter während der Fortsetzung der Sitzung in der Gemeindeverwaltung deutlich.

Versuchsmodell in Großwudicke läuft gut

Die Verwaltung hatte gehofft, dass Kinder vom Hort zum neuen Angebot wechseln, um Kapazitäten im Kita- und Hortbereich freizusetzen. „Einige Eltern fürchten aber, dass das Angebot wieder wegfallen könnte und sie dann auch keinen Hortplatz mehr bekommen. Außerdem fehlt die Betreuung am Morgen und in den Ferien“, erklärte eine Elternsprecherin.

Bürgermeister Felix Menzel (SPD) zeigte sich dankbar für diese Hinweise. Die Zeiten könne man anpassen und das Angebot sei auf keinen Fall ein Versuchsmodell. „Es läuft seit drei Jahren sehr gut in der Großwudicker Grundschule und soll sich auch in Milow etablieren, um den Hort zu entlasten“, so Menzel. Davon könnte alle Eltern profitieren, die derzeit auf einen Kitaplatz warten.

 

Text und Foto Märkische Allgemeine / Christin Schmidt

Die Artikel zum Thema finden Sie hier:
MAZ

 
 

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